Web 2.0

24

Jun

Web 2.0 funktioniert ohne Werbung

Im Gegensatz zum „alten Web“ benötigen Web 2.0 Anwendungen weder ganzseitige Anzeigen, TV-Spots noch sonstige teuren Marketing-Kampagnen. Der Netzwerk-Charakter von Web 2.0 Anwendungen wie Skype, Wikipedia oder Flickr schafft durch die natürliche Einbeziehung der Nutzer einen Dominoeffekt der selbst für die Verbreitung der Marke sorgt. Beispielsweise hat es Skype nicht nötig die Vorzüge von Voice-over-IP über die klassischen Kanäle zu kommunizieren sondern überlässt das einfach den Benutzern. Wer einmal gemütlich mit Headset kostenlos quer durch die Welt telefoniert hat, sorgt via Mund-zu-Mund Propaganda für neue Nutzer und die Verbreitung von Skype.

Ein weiteres Merkmal von Web 2.0 ist das Freemium Modell (Free + Premium): Die Nutzer werden mit kostenlosen Grundfunktionen geködert (z.B. Skype-zu-Skype Anrufe) und bezahlen nur für besondere Services (z.B. Anrufe ins normale Telefonnetz). Für die Verbreitung sorgt die Community.


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SEM, Suchmaschinen

22

Jun

Google vernetzt San Francisco mit WLAN

Bereits vor knapp einem Jahr kündigte Google an ganz San Francisco mit einem eigenen WLAN-Netz abzudecken, und den Einwohnern so überall in der Stadt kostenlosen Internetzugang zu verschaffen. Vor zwei Monaten wurde es dann offiziell: Die Stadt hat Google den Zuschlag für das Projekt erteilt. In diesem Zusammenhang sprach der Bürgermeister wohl vom Internetzugang als einem „wichtigen Menschenrecht“.

Das ist natürlich nicht als eine selbstlose Geste von Google zu interpretieren, denn einmal mehr soll hier ein Freemium-Modell Anwendung finden: Kostenloser Basis-Internetzugang für alle, und Hochgeschwindigkeitszugang mit ordentlicher Bandbreite gegen eine kleine Gebühr. Aber auch das ist vermutlich nicht mal die halbe Wahrheit: Der eigentliche Zweck der Unternehmung liegt meiner Ansicht nach darin, ein Versuchsfeld für neue Einkommensquellen aus lokaler Werbung (Location-based Ads) zu schaffen. Da Google die WLAN-Infrastruktur (gemeinsam mit Partnern) aufbaut, werden auch die Informationen über den Zugriffspunkt, also die geographischen Koordinaten des Nutzers, für Google nutzbar sein. Bingo! Google kann AdWords mit lokalem Bezug auf die Endgeräte der Nutzer liefern. Wer also im Cafe mit seinem Laptop nach Handytarifen sucht, bekommt bspw. nicht nur die Adresse vom nahegelegenen Handy-Shop, sondern auch noch die Wegbeschreibung plus 10$-Gutschein. Ich denke Google möchte sich sein Engagement als Internetprovider nicht über Zugangsgebühren refinanzieren, sondern vielmehr über die Zusatzinformationen die sich durch den Zugangspunkt ergeben.


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