Web 2.0
Die Video-Community YouTube wird hier in San Francisco tatsächlich sehr intensive genutzt. So wie man mittels ein paar Suchbegriffen nach einem Thema googelte, so sucht man hier direkt nach Videoaufnahmen die das gewünschte Thema in Bild und Ton erläutern. Egal ob man sich dafür interessiert wie man eine Bierflasche öffnet oder wie das Arctic Monkey Konzert in San Francisco war: „just search in youtube“. Zumindest momentan hat YouTube im Vergleich zu Google Video in Bezug auf Nutzerzahlen und Contentvielfalt eindeutig die Nase vorn. Der durchschlagende Erfolg von Video Plattformen erklärt sich für mich auch dadurch, dass die audiovisuelle Darbietung von Information im amerikanischen Kulturkreis weiter verbreitet und stärker akzeptiert ist als beispielsweise in Deutschland. Aber natürlich gibt es im deutschsprachigen Internet schon etliche Klone wie z.B. MyVideo.de, die ihre monatlich 23 Millionen Seitenzugriffe jetzt von Hi-Media vermarkten lassen.
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Suchmaschinen
So wie Tempo das Synonym für Papiertaschentuch geworden ist, so ist auch googeln mit der Suche im Internet gleichzusetzen. Zumindest scheint das für große Teile Europas zu gelten: In Deutschland hält Google einen Marktanteil von 84,7%, in Spanien sollen es sogar um die 97% sein (hierzu leider keine Quelle).
In den USA ist der Suchmarkt etwas ausgeglichener, und die Google Dominanz mit 44,1% Marktanteil nur etwa halb so groß wie in Deutschland. “Der Prophet gilt nichts im eigenen Land” trifft hier zwar nicht vollständig, da Google auch in den USA wächst und die am meisten besuchte Suchmaschine ist. Trotzdem scheint in Europa das Legostein-farbene Logo und die zugehörige nicht-kommerzielle Entstehungsgeschichte (Keine Banner rund um den Suchschlitz) noch immer nachzuwirken, und sehr vielen Nutzern ist nicht klar, dass Google auch bezahlte Werbung zeigt.
Marktanteile Suchmaschinen
USA: Google 44,1% (Yahoo 27,9% / MSN 12,9%) [Quelle]
Deutschland: Google 84,8% (Yahoo 4,4% / MSN 4,0%) [Quelle]
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SEM, Suchmaschinen
Bereits vor knapp einem Jahr kündigte Google an ganz San Francisco mit einem eigenen WLAN-Netz abzudecken, und den Einwohnern so überall in der Stadt kostenlosen Internetzugang zu verschaffen. Vor zwei Monaten wurde es dann offiziell: Die Stadt hat Google den Zuschlag für das Projekt erteilt. In diesem Zusammenhang sprach der Bürgermeister wohl vom Internetzugang als einem „wichtigen Menschenrecht“.
Das ist natürlich nicht als eine selbstlose Geste von Google zu interpretieren, denn einmal mehr soll hier ein Freemium-Modell Anwendung finden: Kostenloser Basis-Internetzugang für alle, und Hochgeschwindigkeitszugang mit ordentlicher Bandbreite gegen eine kleine Gebühr. Aber auch das ist vermutlich nicht mal die halbe Wahrheit: Der eigentliche Zweck der Unternehmung liegt meiner Ansicht nach darin, ein Versuchsfeld für neue Einkommensquellen aus lokaler Werbung (Location-based Ads) zu schaffen. Da Google die WLAN-Infrastruktur (gemeinsam mit Partnern) aufbaut, werden auch die Informationen über den Zugriffspunkt, also die geographischen Koordinaten des Nutzers, für Google nutzbar sein. Bingo! Google kann AdWords mit lokalem Bezug auf die Endgeräte der Nutzer liefern. Wer also im Cafe mit seinem Laptop nach Handytarifen sucht, bekommt bspw. nicht nur die Adresse vom nahegelegenen Handy-Shop, sondern auch noch die Wegbeschreibung plus 10$-Gutschein. Ich denke Google möchte sich sein Engagement als Internetprovider nicht über Zugangsgebühren refinanzieren, sondern vielmehr über die Zusatzinformationen die sich durch den Zugangspunkt ergeben.
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Kontexter
Nachdem im Jahre 2001 die „New Economy“ durch den Börsencrash ein plötzliches Ende fand, war es lange ruhig um den Internet-Markt. Der neue Hype ist etwas ruhiger und wirkt auf mich zum Glück nicht mehr so aufgeblasen. Auch diese zweite Gründerwelle im Bereich Online-Medien hat ihre Wurzeln in San Francisco und dem im Süden angegliederten Silicon Valley.

Kontexter hat sein Büro bis Ende Juli vor Ort errichtet und berichtet live aus San Francisco über die neusten Trends im Internet.
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